Praxis am Jubiläumsplatz

Jörg Eberhardt | Dr. med. Ralf Clausen
Fachärzte für Innere Medizin | Fach- und Hausärztliche Versorgung

Fit wie in der Steinzeit

Gesundheit durch Bewegung - Heilmittel Sport

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Auswirkungen von sportlicher Aktivität auf den Organismus

Die modernen Menschen sind genetisch noch immer auf das Leben als Jäger und Sammler programmiert, weil sich die genetische Ausstattung in den letzten 10.000 Jahren nicht geändert hat. Damals vollbrachten die Menschen Tag für Tag Höchstleistungen, wenn sie Nahrung suchten, wilden Tieren nachstellten und ihre Unterkünfte bauten. Die meisten Zivilisationskrankheiten führen Evolutionsforscher darauf zurück, dass der Stoffwechsel wegen allzu großer Untätigkeit aus dem Ruder läuft. Unsere Genetik bürgt für optimale Abläufe im Körper, aber nur solange ein Individuum sich jeden Tag bewegt.

 

„Der Durchschnittsangestellte in einem Büro wäre sehr viel gesünder, verbrächte er seine Tage damit, nach Muscheln zu tauchen und Früchte auf hohen Bäumen zu ernten.“

 

Als Minimalanforderung sehen Forscher täglich 30 Minuten moderate Bewegung wie Walking oder Schwimmen. Ohne dieses Mindestmaß an körperlicher Aktivität, die unsere Genome von uns erwarten, ist es wahrscheinlich, dass eine pathologische Genexpression zu chronischen Krankheiten führt. Was oft als Altersvorgang verstanden wird, ist in hohem Maße das Resultat von Inaktivität. Wie altern nicht chronologisch sondern biologisch. So genannte „Biomarker“ wie Muskelmasse, Kraft, metabolische Umsatzrate, Fettanteil, aerobe Kapazität, Blutzuckertoleranz, Zusammensetzung der Blutfette, Blutdruck, Knochendichte sowie das vermögen, die Temperatur zu regeln, repräsentieren unser biologisches Alter.

 

Bisher empfahlen wie Ärzte körperliche Aktivität nur, um Krankheiten vorzubeugen. Doch zunehmend erkennen Alzheimerforscher, Herzmediziner, Lungenspezialisten und Onkologen:
Bewegung hilft den Menschen auch dann, wenn sie schon erkrankt sind – häufig besser als teure Tabletten und Hightech-Medizin.